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Wer online seine Rechtschreibkompetenz verbessern möchte, kann dies auf Orthografietrainer.de tun. Die Seite ist eigentlich eine E-Learning-Plattform für Schüler und Deutschlehrer, aber auch jeder andere kann sich hier in Orthografie üben. Es gibt Übungen zu Komma- und Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Wortendungen, langen und kurzen Vokalen, Schreibung der S-Laute, Schreibung der Konsonanten. Zum Aufbau der Übungen heißt es:
Im DesignTagebuch gibt es ergänzend zu der Sammlung „Anatomie der Buchstaben“, die Basiswissen für das Entwerfen von Schriften und viele wichtige Fachbegriffe enthält, jetzt ein A1-Poster zum Download. Wer will, kann sich also die beim Schriftenentwerfen zu gestaltenden Buchstabenelemente an die Wand hängen und stets im Blick behalten.
Im Buchmarkt-Interview nach seinem liebsten Verlag im Jahr 2009 befragt, nennt Jo Lendle (Cheflektor bei DuMont und DVA-Autor) ein bislang recht unbekanntes Publikationshaus:
Mein aktueller Lieblingsverlag ist Gottafchen. Der tauchte beim Redigieren eines englischen Manuskripts auf – nach einer Weile erst kamen wir darauf, dass es sich um den Verlag der Cottaschen Buchhandlung handelt bzw. um das, was Google Books nach dem Scannen der alten Fraktur davon übrig ließ. Das Programm von Gottafchen haben zahlreiche internationale Versandbuchhändler im Angebot – der Autor hatte es nichtsahnend übernommen.

 

Es ist Winter und draußen herrschen Minusgrade: ca. minus fünf Grad Celsius. Wie gibt man das eigentlich korrekt in Ziffern und Zeichen an? Damit niemand auf typografischem Glatteis ins Schleudern kommt, wollen wir das gleich klären. Richtig ist: –5 Achtung, das typografisch korrekte Minuszeichen ist ein langer Strich, dessen Länge der des waagerechten Balkens im +-Zeichen oder der beiden Linien im =-Zeichen entspricht. Zwischen Minuszeichen und Ziffer wird übrigens kein Leerschritt gesetzt. Gibt man zusätzlich die Temperatureinheit Grad Celsius in Zeichen an, kann man zwischen zwei Varianten wählen: –5 °C oder –5° C
Twitter, Blogs, Communitys, also die Social Media, über die Unternehmen in einen Dialog mit ihren Kunden treten können, erfordern eine neue Unternehmenssprache – so Tilo Timmermann in einem interessanten Beitrag im Upload-Magazin. Der Auftritt von Unternehmen in diesen Medien basiert auf Text und Sprache, diese tragen somit wesentlich zum Image der Organisationen bei. Imageprägend wirkt Sprache natürlich auch außerhalb von Online-Netzwerken; als neue Tendenz nennt Timmermann ein wachsendes Selbstbewusstsein der im Social Web Angesprochenen, die sich kritisch mit dem Auftritt des Sprechers auseinandersetzen.
Über den Wandel des Lesens im digitalen Zeitalter schreibt Joachim Güntner in der NZZ. Sein Ausgangspunkt ist die Studie „Buchkäufer und Leser“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die 2008 zum zweiten Mal erschienen ist (Zusammenfassung hier). Ausgerechnet im Milieu der konsumfreudigen „Hedonisten“ konstatiert die Langzeituntersuchung eine zunehmende Leseunlust – für den Buchhandel sind sie eine nahezu unerreichbare Zielgruppe.

 

Nein, wir meckern hier nicht etwa über fehlende Bindestriche und Leerschritte oder überflüssige Punkte nach frei stehenden Zeilen … Wir nehmen dieses hübsche Öl-Schokocroissant-Latte-Tankstellen-Ensemble zum Anlass, uns über die Verwendung des Et-Zeichens auszulassen – also den hübschen Schnörkel, der hier gleich dreimal auftaucht. Woher es stammt und wann es angebracht ist, erklärt der Duden so:

Der Langenscheidt Verlag hat zum zweiten Mal in Kooperation mit der Jugendzeitschrift SPIESSER und der Online-Community MySpace das Jugendwort des Jahres wählen lassen: Der Sieger heißt „hartzen“, was für „arbeitslos sein“ und „rumhängen“ steht. Bei der Wahl haben 45.000 Interessierte auf der Internetseite www.jugendwort.de Vorschläge eingereicht und abgestimmt. Aus den 15 bestplatzierten Wörtern wählte eine Jury dann die Top 5 aus: 1. hartzen 2. bam („cool“ oder „endgeil“) 3. Bankster (Bankangestellter, der in der Finanzkrise spekulative Geschäfte macht) 4. Rudelgucken („Public-Viewing“)
Weihnachten rückt näher und damit auch das alljährliche Weihnachtspostkartenschreiben. Wer Freunde oder Geschäftspartner außerhalb des deutschen Sprachraums Grüße schicken möchte und nicht weiß, was „Fröhliche Weihnachten“ zum Beispiel auf Finnisch heißt, wird in einer Datenbank vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer fündig. Dort sind Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen bereitgestellt – ausländische Schriftsätze können sogar als Grafikdatei heruntergeladen werden. Dann wünschen wir schon einmal etwas verfrüht „Hyvää joulua“! (Via textwende.blog)

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