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Seit wir twittern hat das schöne englische Wort „Follower“ Eingang in unseren Wortschatz gefunden. Als Substantiv bereitet der Begriff keine Probleme, wenn er im Deutschen verwendet wird: „XY ist mein neuer Follower“, „ich bin jetzt Follower von AZ“ – klingt aber ehrlich gesagt etwas umständlich. Wer sich einfacher ausdrücken will, verwendet daher das Verb „followen“. Das ist zwar weder im Duden noch im PONS-Online-Wörterbuch verzeichnet, dafür wird man im Szenesprachenwiki fündig. Demnach bedeutet „followen“:
Ja, Lektoren, die sich über Rechtschreibfehler in Speisekarten lustig machen, sind Besserwisser. Aber diesen interessanten gastronomischen Gebrauchstext möchten wir der Öffentlichkeit doch nicht vorenthalten: Speisekarte
„Doch“, „geradezu“, „also“ und Konsorten blähen Texte unnötig auf. Bei schreiblabor.com kann man die überflüssigen Füllsel mit einem Füllwörtertest ganz schnell tilgen lassen: Einfach eine Textpassage aus einem Textverarbeitungsprogramm in das Testfeld kopieren und die Füllwörterprüfung starten – die Blähwörter werden sofort angezeigt. Wir haben eine Passage aus einem kürzlich bearbeiteten Manuskript prüfen lassen. Hier das Ergebnis (die laut Test überflüssigen Wörter stehen in Klammern):
Auf FAZ.NET porträtiert Alexander Schimmelbusch heute den zweimaligen britischen „Verleger des Jahres“ Jamie Byng. 1994 übernahm Byng den damals insolventen schottischen Verlag Canongate, in dem er nicht allzu lange zuvor seine Verlagskarriere als Praktikant begonnen hatte. Zwei große Coups gelangen Byng mit dem Einkauf der Rechte an Yann Martels Roman „Schiffbruch mit Tiger“, der später den Booker Prize einheimste, und an den Publikationen eines gewissen Barack Obama.
Wie ein Buch entsteht, genauer gesagt die deutsche Übersetzung von Walt Whitmans „Leaves of Grass“, darüber berichten in der heutigen taz Kirsten Küppers und Dirk Knipphals. Die Geschichte der Übersetzung beginnt mit der Idee des Hanser-Verlegers Michael Krüger, der sich entgegen seinen kaufmännischen Bedenken 2007 zur Publikation der ersten vollständigen deutschen Ausgabe der „Grasblätter“ entschloss.
"Die Sprache der Bundesrepublik ist deutsch." So möchten es die schwarz-gelben Koalitionäre gerne ins Grundgesetz schreiben. Wer liest das eigentlich Korrektur? Kleiner Tipp:
deutsch/Deutsch: … Großgeschrieben wird das substantivierte Adjektiv, wenn es im Sinne von "deutsche Sprache" verwendet wird. © Duden, Die deutsche Rechtschreibung, 25. Auflage, Mannheim 2009
Oder um es noch deutlicher zu machen: "Deutsch" wird großgeschrieben, wenn man es mit "was" erfragen kann, und klein, wenn es durch "wie" erfragbar ist.
In Werbetexten finden sich häufig Fehler beim Gebrauch des Bindestrichs. Oft wird mit ihm zu verschwenderisch umgegangen und er taucht an Stellen auf, an denen er überhaupt nicht nötig ist, zum Beispiel in Zusammensetzungen wie "Import-Formate". Der Bindestrich darf laut Duden zwar bei Zusammensetzungen gebraucht werden, die man eigentlich in einem Wort schreibt, wenn die einzelnen Bestandteile hervorgehoben werden sollen. Ein Beispiel hierfür ist die "Hoch-Zeit der Romantik". Hier soll der Bindestrich deutlich machen, dass es sich nicht um eine Eheschließung handelt, sondern um die Blütezeit der Romantik.

Der Modehersteller JOOP! ist mit seinem Versuch, sich das Ausrufezeichen im eigenen Namen als Marke schützen zu lassen, vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gescheitert. 2006 hatte die Modefirma ein Ausrufezeichen und das Ausrufezeichen in einem Rechteck beim europäischen Markenamt in Alicante anmelden wollen. Die Begründung der Firma: Das Zeichen sei nicht nur Bestandteil der Hauptmarke JOOP!, es stehe beim relevanten Publikum auch für sich genommen für edle Kleidung, Schmuck und modische Accessoires.

Der BuchMarkt veröffentlicht heute die Shortlistmit den kuriosesten Buchtiteln 2009:

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